Empfang in München zum Abschied von Dr. Blume-Beyerle

Ehrenkommisssar Wilfried Blume-Beyerle mit Hubertus Andrä, Foto: Heinz Hoffmann

Schlangen vor dem Festsaal des Alten Rathauses am 28.6.2016 in München, ein Defilee wie beim Neujahrsempfang des Ministerpräsidenten. Alle sind gekommen um von „Mr. KVR“ Abschied zu nehmen.  Innenminister Herrmann, Oberbürgermeister Dieter Reiter, Bürgermeister Josef Schmid, Alt-OB Christian Ude, Mitglieder des Landtages, Stadträte, Polizei und Wiesn-Wirte.

 

Dieter Reiter bei der Begrüßung: „Eine Ära geht zu Ende. Mit keinem Referat identifizieren sich die Münchnerinnen und Münchner so, wie mit dem KVR. Es begleitet uns von der Wiege bis zur Bahre. Dr. Blume-Beyerle war neben  dem Oberbürgermeister 18 Jahre der wichtigste Mann in München. Er hat für unsere Sicherheit gesorgt. Mit der Sicherheit ist es wie mit dem Geld. Man muss sie haben, aber nicht darüber reden. Er ist parteilos, aber mit Sicherheit mit allen politischen Wassern gewaschen.“ 

 

Auch Innenminister  Joachim Herrmann, er hatte extra die Kabinettsitzung verlassen, war voll des Lobes für  Blume-Beyerle: „Ihr Amt war nicht nur Ihr Beruf, sondern Ihre Berufung“.  Bezugnehmend auf ein Interview im Münchner Merkur scherzte Herrmann: „Ich habe gelesen Ihr größter Wunsch sei es auf der Wiesn auf den Biertischen zu tanzen. Lassen Sie uns das doch für nächstes Jahr einplanen.“ 

 

Blume-Beyerle begrüßte in seiner anschließenden Rede ganz besonders herzlich die Witwe des verstorbenen Alt-Oberbürgermeisters Georg Kronawitter, Hildegard Kronawitter. Blume-Beyerle: „Bei Kronawitter habe ich Politik gelernt.“ Humorvoll, mit einem doch wehmütigen Unterton, ließ er die 18 Jahre seiner Amtszeit in kleinen Anekdoten  Revue passieren. Über eines ärgere er sich allerdings besonders: „Bei der Schwabinger Bombe wäre ich gerne dabei gewesen, da war endlich mal was los in München.“  Zum Abschluss seiner Rede bedankte er sich bei allen Gästen „dass Sie gekommen sind um mir über diese Schwelle zu helfen.“

 

Nun freut er freut sich den Pensionär Blume-Beyerle  besonders aufs „Sporteln“. Am liebsten möchte er „ jeden Tag mit einem Waldlauf beginnen und am Montagvormittag anstatt an der Referenden-Runde teilzunehmen, ins Gebirge oder an den Starnberger See fahren“.  Auf jeden Fall will er segeln lernen.  Blume-Beyerle: „Das wird nicht so leicht sein. Wenn man jahrzehntelang im Takt gearbeitet hat, immer viele Dinge gleichzeitig getan hat,  ist es sicherlich eine Umstellung. Auf den Bier-Tischen auf der Wiesn will er nicht tanzen. Blume-Beierle: Ich glaube auch nicht, dass man mich auf einen Tisch raufbringt. Im Übrigen ist das auch streng verboten, da würden uns die Ordner sofort wieder runterziehen.“

 

 Natürlich gab es zum Abschied auch Geschenke. Vom Innenminister einen bayerischen Porzellan-Löwen, von Dieter Reiter eine wertvolle Schäffler-Figur. Karl-Heinz Knorr, Vizepräsident Deutscher Feuerwehr-Verband,  überreichte Blume-Beyerle eine Ehrenmedaille „die höchste Auszeichnung der Deutschen Feuerwehr“.  Polizeipräsident Hubertus Andrä hat ihn zum „Ehrenkommissar der Münchner Polizei“ ernannt. Andrä: „Ich wollte schon immer mal den KVR-Chef unter meiner Befehlsgewalt haben“.

 

Beim anschließenden Stehempfang musste „Mr. KVR“ noch viele Hände zum Abschied schütteln.

 

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