Anzapftraining Bayerische Bierkönigin 2017

v.li. Andreas Steinfatt, Lena Hochstraßer, Martin Zuber, Foto: Heinz Hoffmann

Seit 2009 wird in Bayern die Bierkönigin gewählt. Sie ist die Repräsentantin des Bayerischen Biers und wird jeweils für ein Jahr gewählt. Zu den „Amtspflichten“ der neu gewählten Bayerischen Bierkönigin Lena Hochstraßer aus Berg (Kreis Starnberg) gehört es, ein Fass Bier sach- und fachgerecht anzuzapfen und dem Publikum anschließend ein euphorisches „O’zapft is“ entgegenzuschmettern. 

 

Im Historischen Eiswerk der Paulaner Brauerei in München durfte am 30. Mai 2017 die Bayerische Bierkönigin  das Anzapfen und das  „O‘zapft ist“  üben. Im Historischen Heizwerk steht die älteste Eismaschine der Welt. Heute ist im Heizwerk eine Mikrobrauerei der Paulaner Brauerei, die es sich zum Ziel gesetzt hat Leidenschaft und Begeisterung zur Braukunst mit Bierinteressierten zu teilen und zu leben.

 

Die 22jährige Lena wurde unterstützt von Martin Zuber, Diplom-Biersommelier und Leiter der Brauerei am Heizwerk. Zuber: „Bier aus dem Holzfass ist eine traditionelle Braukunst und es gibt nicht mehr viele Brauereien, die noch Holzfässer haben. Deshalb veranstalten wir bei uns auch Anzapfkurse“.

 

Martin Zuber hat Lena den Aufbau  des Holzbierfasses und den richtigen Griff von  Schlegel (1,8 kg schwer)  und Wechsel erklärt, in letzteren sollte man „auf gar keinen Fall hinein blasen, das ist unhygienisch.“.

 

Die Trockenversuche mit dem leeren 30-Liter Fass hat sie mit jeweils zwei bzw. drei  Schlägen gemeistert. Auch von  Paulaner-Boss Andreas Steinfatt gab es noch einige Anzapftechnik-Tipps, er hatte in den letzten Jahren doch schon fast einhundert  Fässer selbst angezapft.

 

Dann wurde das volle 30-Liter Fass auf den Tisch gehoben, der  grüne Schaber (Schürze) über das Dirndl gebunden, ein neuer Wechsel, ein neuer Schlegel, voller Erwartung die anwesenden Journalisten. Wiederum nur zwei saubere Schläge, wobei es zum Leidwesen der Fotografen überhaupt nicht gespritzt hat.

 

Das  „O’zapft is“ kam allerdings ein bisserl zaghaft, das muss sie noch üben.

 

Lena: „Das hat echt Spaß gemacht, war richtig schön. Außer kleinen Partyfässern habe ich noch nichts angezapft. Mit so einem schweren Zapfhahn und Schlegel, ist schon etwas Besonderes. Ich war eigentlich nicht nervös, aber wenn da ein richtiges Bier drin ist, dann hofft man schon, dass man nicht daneben haut und es nicht so spritzt. Iich denke das habe ich schon ganz gut hingebracht.“

 

In den kommenden Monaten darf sie nun auf diversen Bierfesten auf der ganzen Welt beweisen was sie gelernt hat.

Fotos: Heinz Hoffmann

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