Chopin im Asam Schlössl

Das Asam-Schlössl blickt auf eine lange Geschichte zurück, war es doch vor über 250 Jahren der Landsitz des kurfürstlichen Hofmalers Cosmas Damian Asam. Die Augustiner Bräu hatte es 1992 gekauft und nach aufwändiger Restaurierung zu einem gastronomischen Kleinod umgestaltet.

 

Im Jahr 1993 übernahm die Münchner Wirtin Birgit Netzle die historische, weit über die Grenzen Bayerns bekannte, Gastwirtschaft. Netzle ist nicht nur Wirtin mit Leib und Seele, sie ist auch kulturell sehr engagiert. Im Barocksaal des Schlössl findet regelmäßig ihr „Kultursalon“ statt, den Netzle mit viel Herzblut betreibt.  Ausgestattet mit Freskomalerei, Lüster, Empore und Schimmel-Flügel ist der Saal die perfekte Location für klassische Konzerte und musikalische Lesungen.

 

Am 28. April 2019 hatte Birgit Netzle zu einem ganz besonderen klassischen „Schmankerl“ eingeladen: Zum Klavierkonzert mit dem litauischen Star Pianisten Vadim Chaimovich.

 

Geboren 1978, wuchs er in Vilnius auf, das damals zur Sowjetunion gehörte. Mit fünf Jahren erhielt er den ersten Klavierunterricht, mit sieben trat er mit einem Kammerorchester innerhalb der UdSSR auf. Mit 13 Jahren gewann er beim internationalen Wettbewerb „Virtuosi per Musica di Pianoforte“ in Ústí nad Labem (Tschechien) den 1. Preis und absolvierte danach mehrere Musikhochschulstudien mit Auszeichnung. Vadim Chaimovich ist Preisträger vieler internationaler Wettbewerbe. Er tritt in zahlreichen Konzerten im In- und Ausland als Solist auf. Seine Tonaufnahmen wurden in der Serie „Babylon Berlin“ verwendet, seine Einspielung des „Nocturnes Es-Dur“ von Frèdèric Chopin gehört zu den meistgeklickten klassischen Musikstücken auf YouTube.

 

Beim Kultursalon im Asam-Schlössl spielte er Werke von Joseph Haydn, Edvard Grieg und Frèdèric Chopin. Mit viel Gefühl und präziser Technik hat er die Höhen und Tiefen der Klaviermusik perfekt ausgelotet. So wie in vielen Konzertsälen der Welt, begeisterte er auch die Gäste im Asam-Schlössl, die ihm mit begeisterten Bravo-Rufen und langem Beifall dankten.

 

Chaimovich hat sich für das Asam-Schlössl entschieden, da ihm der „wunderbare Barocksaal und die Nähe zum Publikum“ sehr gefällt.  Chaimovich: „Hier war ich auch nervös, aber anders. Zwischen mir und dem Publikum fand ein Austausch von Energie statt“. Hier zu spielen sei „wie bei einem Salonkonzert“, was es ja auf der Welt nicht mehr oft gäbe.

 

Nach dem Konzert wurde beim Abendessen in der Gaststube des Schlössl noch lange über das wunderbare „Schmankerl“ diskutiert. Unter den Gästen auch Eva Schnitzenbaumer, Urenkelin von Franz Liszt.

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