Frankbar in der Residenz München

v.li. Helmut Brunner, Barbara Stamm, Markus Söder, Silena Werner (Fränkische Weinkönigin) , Foto: Heinz Hoffmann

 

Zum Abschluss der fünfjährigen Bauarbeiten haben am 31.7.2017 der bayerische  Finanzminister Markus Söder, Landwirtschaftsminister Helmut Brunner und Landtagspräsidentin Barbara Stamm den Abschluss der Bauarbeiten der „Frankbar“ in der Residenz bekannt gegeben.

 

Der Umbau des 90 qm großen ehemaligen Residenzladens beim Eingang zum Kaiserhof hat den Steuerzahler fast eine Million gekostet. Im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler hieß es  bereits 2015: „ Ist ein kleiner, aber feiner ‚vinophiler Frankenwein-Treffpunkt‘ den bayerischen Steuerzahlern so viel Geld
wert?“  

 

Söder heute: „Dies ist ein besonderer Tag für Bayern, der Frankenwein hat eine neue Heimat.“ Die Pfälzer wären ja schon immer da gewesen, jetzt würden endlich die Franken in das wichtigste Gebäude Bayerns einziehen. Frankenwein sei ja „kein Alkohol, sondern ein Kulturgut“ so Söder. Er freue sich besonders den Frankenwein an bester und prominentester Stelle in München zu präsentieren.

 

Söder: „Alles was Franken in München ist, hat schon immer zu einer Verbesserung Münchens beigetragen.“

 

Jubeltöne auch von Helmut Brunner, der sich selbst als „Weinbauminister“ bezeichnete. Man habe endlich „die Verwirklichung von Träumen und Visionen vor Augen“. Es sei wichtig, die Münchner an der „fränkischen Weinkultur teilhaben zu lassen.“ Es sei ihm auch „eine Herzensangelegenheit“ dass der Frankenwein in München ein Zuhause findet.

 

Dem Weinbauverband teilte Brunner mit, dass es Bayern gelungen sei, das Agrarmarktstrukturgesetz zu ändern, und Bayern ein „Konsortium Frankenwein“ gründen darf. Brunner: „Wir in Bayern sind nicht nur gut, sondern auch schneller als die anderen“.

 

Barbara Stamm, die „Promotion-Abteilung des fränkischen Weines“, so Söder, bedankte sich besonders bei den Pfälzern „dass sie uns ein Stück abgegeben haben, was ja auch nicht so ganz einfach gewesen ist.“

 

Der „Landesverband der Pfälzer in Bayern“ betreibt schon seit den 50er Jahren in direkter Nachbarschaft die Pfälzer Residenz-Weinstube.

 

Stamm: „Ich bedauere im Nachhinein sehr, dass  die Pfälzer in Angst gelebt haben, dass wir sie vertreiben wollen, ja sogar dass ihr Pachtvertrag gekündigt werden sollte. Wir haben nie daran gedacht, die Pfälzer hier nicht mehr haben zu wollen. Ich habe aber auch nie verstanden, warum die Pfälzer nicht ganz ungezwungen und mit einer großen Bereitschaft gesagt haben, es ist für Beide hier Platz.

 

Betreiben werden die „Frankbar“ der fränkische Weinbauverband und 10 fränkische Winzer. Der Verband übernimmt auch die Kosten für die Innenausstattung in Höhe von 400.000 Euro. Er zahlt an den Freistaat Bayern eine für eine Pacht von anfangs 10 000, im dritten Jahr 30 000 Euro pro Monat plus neun Prozent Umsatzbeteiligung. Der Pachtvertrag läuft zunächst über 5 Jahre.

 

Laut Weinbaupräsident Arthur Steinmann soll die Frankbar ca. 60 Plätze im Innenbereich  und 40 Plätze im Außenbereich haben.

 

Um das Wohl der Gäste kümmern sich Felix Neuner-Duttenhofer (Küchenchef im Stero Cafe) und der Jordanier Rabieb Al Khatib (BaSSCo Bavarian Software Solution Company).

 

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