Jahresessen 2018 Münchner Innenstadtwirte

v.li. Dieter Reiter und Lorenz Stiftl

Die „Münchner Innenstadtwirte“ sind ein freier Zusammenschluss der renommiertesten Restaurant- und Café-Adressen im Zentrum Münchens. Die Idee, dass sich die Wirte der Innenstadt zusammenschließen, wurde vor über 20 Jahren geboren.

 

Beim traditionellen Jahresessen der Münchner Innenstadtwirte trafen sich am 29.1.2018 in „Kufflers Restaurant“ am Hofgraben Vertreter der Münchner Gastroszene mit Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft. Darunter auch OB Dieter Reiter mit Gattin Petra.

 

Nach der Begrüßung durch Lorenz Stiftl, Vorsitzender der Innenstadtwirte, wurden zwei neue Mitglieder vorgestellt: das „Cafe Kunsthalle“ von Clarissa Käfer und das Steakhaus „Little London“ von Thomas Hirschberger und Mario Pargger. Mit den Neuzugängen haben die Münchner Innenstadtwirte jetzt 36 Mitglieder.

 

Über einen Scheck der Innenstadtwirte in Höhe von 5.000 Euro freute sich anschließend Petra Reiter, Schirmherrin des „Münchner Netzwerk Wohnungslosenhilfe“. Petra Reiter: „Es gibt in unserem schönen, auch sehr wohlhabenden, München auch Seiten, die nicht so schön sind und die Unterstützung brauchen“. Ziel des neuen Netzwerkes sei es, wohnungslosen Frauen, Männern und Familien in der Öffentlichkeit mehr Gehör zu verschaffen. Ende 2016 waren in München 7.200 Menschen wohnungslos gemeldet. Etwa 550 Menschen leben derzeit obdachlos auf der Straße.

 

Danach hatte Gregor Lemke (Augustiner Klosterwirt) „die große Ehre von den Wünschen und Sorgen der Münchner Innenstadtwirte zu berichten“. Die Wunschliste der Innenstadtwirte erinnere an den Film „Und ewig grüßt das Murmeltier“. Ein wesentlicher Punkt sei das Silvesterfeiern in der Innenstadt, das sich in den letzten Jahre zu einer Art “bürgerkriegsähnlichem Zustand“ anstatt zu einem entspannten und fröhlichen Miteinander auf dem Marienplatz entwickelt habe. Die Stadt sollte doch darüber nachdenken, ein zentrales Silvesterfest mit klaren Regeln zu veranstalten. Auch solle man die Meisterschaftsfeier des FC Bayern nicht unbedingt an einem Samstag, sondern an einem verkehrspolitisch einfacheren Sonntag durchführen.

 

Dieter Reiter bei seiner anschießenden Begrüßung: „Danke, dass Sie uns auch dieses Jahr wieder eingeladen haben, um uns mit Ihren Wünschen zu quälen“. Sein Jahr 2017, sei „sehr zufriedenstellend“ gewesen. Reiter: „Privat, ein schönes Jahr, vielen Dank liebe Petra. Als Oberbürgermeister ein überraschend schönes Jahr, vielen Dank Herr Schmid. Als Sozialdemokrat zugegebenermaßen ein Scheissjahr, vielen Dank Herr Schulz.“ Für die Stadt war es ein sehr erfreuliches Jahr, es wurden 2,2 Millionen Euro an Gewerbesteuern eingenommen.

 

Zur Meisterfeier des FC Bayern 2018 habe er „heute mit Uli Hoeneß telefoniert“ Reiter witzelte: „Im März mögens net, da ist ihnen zu kalt auf dem Balkon“. Er würde den Wunsch aber noch mal an den FC Bayern weitergeben, so Reiter. Er denke über eine Unterschriftensammlung nach, um dem FC Bayern in einer „Art Petition“ den Wunsch der Innenstadtwirte näherzubringen.

 

Reiter zur zentralen Silvesterfeier: „Ich habe kein Problem wenn wir als Stadt ein zentrales Feuerwerk machen, auch wenn die Stadt das zahlen muss.“ Er wolle der Staatsmacht nicht zumuten Regeln zu schaffen, die nicht kontrolliert werden könnten. Reiter: „Ich glaube nicht, dass wir das umsetzen können“.

 

Über die Probleme der Innenstadtwirte wurde noch bis in die späten Abendstunden diskutiert.

 

Fotos: Ingeborg und Heinz Hoffmann

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