Neues Festzelt für die Ochsenbraterei

v.li. Bernhard Klier, Antje Schneider, Peter Pletschacher, Foto: Heinz Hoffmann

Die Ochsenbraterei  ist eines der ältesten Festzelte auf der Wiesn und  dieses Jahr  auf dem Oktoberfest   zum 136. Mal vertreten. Was einmal als "mechanische Ochsenbraterei auf der Wiesn“ des Metzgers Johann Rössler begann, gehört heute mit 7.641 Plätzen zu den größten Zelten auf der Theresienwiese. Seit 1980 ist die Haberl-Gastronomie Festwirt der Ochsenbraterei. 

 

Nach dem Tod von Hermann Haberl,  im Februar 2011, ist die Ochsenbraterei  in weiblicher Hand.  Anneliese Haberl und Tochter Antje Schneider sind Wiesn-Wirtinnen mit Leib und Seele. Antje Schneider:  „Ich bin mit der Wiesn und Spaten aufgewachsen. Bei uns hieß es immer, vor der Wiesn, nach der Wiesn oder während der Wiesn.“ 

 

Im Gegensatz zu vielen anderen Zelten wollte ihr Vater bereits damals  ein helles Zelt, damit „die Leute sehen was sie auf dem Teller haben“ so Antje Schneider. 

Zur 184. Wiesn wird die Ochsenbraterei ein nagelneues Festzelt bekommen, gebaut von der Firma Pletschacher, die seit 60 Jahren Zelte baut.  Die Brüder Peter, Ulli und Toni, lieben die Wiesn und haben bereits 7 große Festzelte auf der Wiesn gebaut.  

 

Spaten-Geschäftsführer Bernhard Klier, für den die Ochsenbraterei während der Wiesn sein zweites Wohnzimmer ist: „Ich bin mit der Ochsenbraterei  groß geworden, nun ist sie natürlich etwas in die Jahre gekommen“.  Mit  Wirtin Antje Schneider  habe er „für 16 Tagen einen befristeten Ehevertrag“.  

 

Das Zelt wird 10 m in Richtung Bavaria versetzt, um rund um das Zelt Platz für Flucht- und Service-Gänge zu schaffen. Sicherheit sei ein wesentliches Argument für den Zeltneubau gewesen, man müsse nicht nur die Besucher, sondern auch die Mitarbeiter schützen, so Klier.  Durch die breiteren Service-Gänge würden die Mitarbeiter wesentlich entlastet.

 

Die Anzahl der Sitzplätze im Innenbereich (5.995) bleibt gleich. Die neue,  umlaufende Galerie im Obergeschoss wird durchgängig  bestuhlt, dadurch entsteht mehr Platz im Erdgeschoss. Im Obergeschoss wird es auch eine extra Schänke geben, um das Bier schneller zum Gast zu bringen. Die Gäste dürfen sich über breitere Bänke im Mittelschiff freuen, auch die Toilettenanlagen werden vergrößert.

 

Klier: „Wir wollen aber in jedem Fall den Traditionscharakter des Zeltes erhalten“. Deshalb werden die 1000 Trachtenfiguren, die, so  Antje Schneider „den weißblauen Himmel hochhalten“,  nach einem „facelift“ wieder im Zelt angebracht. 

 

Zu den Traditionen, die erhalten bleiben,  gehört auch die  von den Stammgästen geliebte Mondlaterne.  Hermann Haberl hatte am letzten Wiesn-Abend immer auf seiner Trompete „Guter Mond Du gehst so stille“ geblasen. Dazu ist die Mondlaterne langsam durchs Zelt gewandert, Gänsehautfeeling für alle Gäste.  Der in der ganzen Welt bekannte  Ochse, das Wahrzeichen der Ochsenbraterei, wird sich natürlich auch im neuen Festzelt über dem Eingang drehen.

 

Die Wirtin freut sich außerordentlich über das neue Festzelt, aber besonders „über eine neue größere Küche“.

 

Über eine Webcam können alle den Aufbau der neuen Ochsenbraterei auf www.spaten.de und www.ochsenbraterei.de verfolgen.

 

 

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