Landesschützenkönig 2016 Armbrust

v.li. Wiesn-Stadtrat Otto Seidl mit Klaus Feierlein

Königlicher Glückwunsch für den Landesschützenkönig.

Jedes Jahr wird auf dem Oktoberfest der "Landesschützenkönig der Armbruster" bei einem Festbankett  im Armbrustschützenzelt geehrt. Dieses Jahr ist es der 28-jährige Oberpfälzer Stefan Widder von der  Armbrustschützengilde Wernberg-Köblitz e.V.

 

Klaus Feierlein, 1. Gildemeister der Armbrustschützengilde Winzerer Fähndl e.V., begrüßte am 26. September 2016 die Gäste im Schießstand des Armbrustschützenzeltes. Er betonte, dass die Sicherheitsvorkehrungen auf der Wiesn 2016 für die Mitglieder dieses Jahr ein „arges Erschwernis“ bedeuten, da sie mit ihren schweren Waffen den Umweg über die Bavaria nehmen müssen.

 

Zum ersten Mal unter den Ehrengästen war Wiesn-Stadtrat Otto Seidl, der sich „sehr freute“, heute Abend dabei zu sein, schließlich sei er „nicht nur Wiesn-Stadtrat, sondern auch Mitglied der Winzerer“.

 

In einem langen Defilee gratulierten anschließend Ehrengäste und Mitglieder der Gilde dem neuen Schützenkönig, der mit seiner etwa 7 kg schweren Schützenkette um die Wette strahlte.

 

Gratuliert hat auch ein ganz besonderer Gast: S.H.K. (Seine Königliche Hoheit) Luitpold Prinz von Bayern, der 1979 das Kaltenberger Ritterturnier gegründet hat. 

 

Die "Armbrustschützengilde Winzerer Fähndl e.V. " ist auf dem Oktoberfest im Armbrustschützenzelt beheimatet. Auf dem Schießstand des Zeltes werden traditionell die Deutschen Meisterschaften der "Armbrust 30m national" ausgetragen. Jedes Jahr nehmen die Schützen am Trachten- und Schützeneinzug beim Münchner Oktoberfest teil. Alle Teilnehmer tragen historische  Gewänder, bunte, geteilte und vielfältig geschlitzte Kleidung der Landsknechte aus den Jahren 1500-1550. Die damaligen „Kriegsherren“ verlangten keine einheitliche Kleidung, deshalb konnte sich jeder Landsknecht nach seinem Geldbeutel entsprechend kleiden. Kaiser Maximilian billigte seinen Söldnern diese Eigenheit als Ausgleich für die Mühsal, Entbehrungen und Gefahren ihres Berufes zu. Auf dem Augsburger Reichstag von 1530 wurde den Landsknechten ausdrücklich das Privileg der freien Kleiderwahl zugesprochen.

Fotos: Heinz Hoffmann

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