„O’zapft is“ – Oktoberfest  2015 eröffnet

Foto: Heinz Hoffmann

O'zapft is" - mit diesem Ausruf des Münchner Oberbürgermeisters Dieter Reiter am 19.  September 2015, wurde das 182.Oktoberfest pünktlich um 12:00 Uhr eröffnet. Reiter hat mit  2 Schlägen das 200 Liter Holzfass souverän  angezapft. Die erste Maß wurde traditionell an den Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer gereicht, der gemeinsam mit Reiter "auf eine friedliche Wiesn" angestoßen hat. Dabei auch Wiesn-Chef Josef Schmid und  Wiesn-Stadtrat Georg Schlagbauer.

Der traditionelle Wiesn-Anstich findet alljährlich im Schottenhammel-Festzelt statt. Schon im Morgengrauen standen die Besucher vor dem Festzelt, um einen guten Platz zu ergattern. Auf der Empore im Schottenhamel-Festzelt war die ganze Politprominenz Münchens versammelt. Aber auch Brauer, Wirtschaftsbosse und Showbiz waren vertreten. Im Zelt wie immer viele Promis und solche die es werden wollen. Nur wer dabei ist, ist prominent.

 

Zuvor waren die Festwirte-Familien in geschmückten Kutschen, die Prachtgespanne der Münchner Brauereien, Musikkapellen der Festzelte und die Kellnerinnen und Kellner auf die „Wiesn“ eingezogen.

 

 Letztes Jahr haben 6,3 Millionen Besucher 7,7 Millionen Maß Bier (1 Liter) getrunken. Die hungrigen Oktoberfestbesucher haben eine halbe Million Brathendl, über 80.000 Schweinshaxen, 48 Kälber und 112 Ochsen verzehrt. Die Maß Bier kostet in diesem Jahr zwischen 10,00 und 10,40 Euro.

 

Die Deutsche Bundesbahn erwartet ungefähr zwei Millionen Reisende, die per Zug zum Oktoberfest anreisen. Durch die immer noch hohe Anzahl an Flüchtlingen, die ebenfalls im Münchner Hauptbahnhof ankommen, ist das eine extrem hohe Herausforderung für die Sicherheitskräfte. Deshalb sollen Züge der Wiesn-Gäste möglichst in anderen Teilen des Bahnhofs ankommen als die Flüchtlinge und Flüchtlings-Züge und während der Wiesn möglichst ganz an München vorbei geführt werden. „Wir haben das Ziel, die unterschiedlichen Personengruppen weitgehend zu trennen, um Konfliktsituationen erst gar nicht entstehen zu lassen“ sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Marcel Huber, Leiter der Bayerischen Staatskanzlei: „"Es gibt hier eine ganz besondere Solidarität anderer bayerischer Städte gegenüber der Stadt München. Es wird nicht anders gehen, als Züge in dieser Zeit von München fernzuhalten."

Auf der Festwiese selbst wird das Münchner Präsidium bis zu 300 Beamte einsetzen, weitere 200 stehen im direkten Umfeld zur Verfügung. Auch die Bundespolizei will ihre Kräfte verstärken, ebenso der Sicherheitsdienst der Deutschen Bahn.

 

Nun hoffen alle, trotz außergewöhnlicher Umstände, auf „eine friedliche Wiesn“.

Fotos: Ingeborg und Heinz Hoffmann

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