Hofbräu Festkrug 2016

Horst Seehofer, Foto: Heinz Hoffmann

Margot und Günter Steinberg sind seit über 30 Jahren Wirte auf dem Oktoberfest,  2012 haben sie das Zepter im Hofbräu-Festzelt an ihre beiden Kinder Silja Schrank-Steinberg und Friedrich „Ricky“ Steinberg übergeben. Seit Jahren ist es Tradition, dass der "Persönliche Maßkrug des Festwirtes", immer von einer prominenten Persönlichkeit entworfen,  kurz vor der Wiesn von der Wirtefamilie Steinberg Freunden des Hauses und der Presse vorgestellt wird.  

 

Dieser Termin ist im Kalender der Münchner Prominenz nicht mehr wegzudenken. Der Abend wird von Margot und Günter Steinberg gemeinsam mit ihren Kindern immer mit viel Liebe und Herzblut vorbereitet.  Entworfen hat den Krug in diesem Jahr ein besonders prominenter „Künstler“, der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer.

 

Bei der Vorstellung des Hofbräu Festkruges im Hofbräukeller am 8. September konnte Seehofer aus Termingründen nicht dabei sein. Deshalb kam er schon zwei Tage vorher in den Hofbräukeller, um sein Kunstwerk Journalisten und Fotografen vorzustellen. Seehofer: “Den Krug zu entwerfen war mir keine Last, sondern eine Ehre.“ Die Idee stamme von ihm, so Seehofer. Da er allerdings künstlerisch nicht sehr begabt sei, hätte Annette Weidner, Sekretärin in der CSU-Parteizentrale, das „Paradies Bayern“ gezeichnet. Schon in der Schule habe ihm sein Nachbar Josef, der im Zeichnen und Werken sehr gut, aber schlecht in Mathematik war, immer geholfen.

 

Der Steinkrug zeigt Seehofers „Paradies Bayern“. In der Mitte der „Baum der Erkenntnis“. An den Zweigen hängen Äpfel, Herzerl, Maßkrüge, Brezn, ein Hut mit Gamsbart, ein zwitschernder Vogel und der Engel Aloisius. Im Hintergrund die Staatskanzlei mit weiß-blauer Fahne und ein Dorf mit Maibaum und Kirche. Seehofer: „Die Kirche muss schließlich im Dorf bleiben“. Hinter dem Baum, halb verdeckt, Adam und Eva, die gemeinsam eine Maß Bier halten. Seehofer: „Meine Kronprinzen“. Beim ersten Entwurf hätten Adam und Eva allerdings noch vor dem Baum gestanden, aber das wäre für einen Wiesnkrug wohl doch etwas zu freizügig gewesen. Auf die Frage was Ilse Aigner und Markus Söder dazu sagen werden, Seehofer schelmisch: „sie werden fragen, wo ist die andere Hand“.

 

Am Abend im Hofbräukeller mit 300 Gästen wurde Seehofer vertreten von seinem Double Wolfgang Krebs, der mit dem bayerischen Defiliermarsch in den Festsaal eingezogen war. Krebs: "Gegen meine Rede ist das Alte Testament ein Liebesroman". Als Brieffeind der Kanzlerin Angela Merkel habe sich noch nicht für eine erneute Kanzlerkandidatur entschieden, "weil sie dann weitere vier Jahre Briefe von mir bekommen würde“.

 

Zu Markus Rinderspacher (SPD-Fraktionsvorsitzender): „Wenn ich gegen Sie etwas sage, ist das wie Robbenbabys jagen. Er hat so unschuldige Kulleraugen."

 

Auch „Kronprinz“ Markus Söder, er war im Fasching als König Ludwig aufgetreten, kriegt sein Fett weg: "Eines kann ich ihnen garantieren", bevor der in seiner Großmannssucht als Kini unser schönes Bayernland hinrichtet, mach ich persönlich einen Spaziergang mit ihm am Ufer des Starnberger Sees!"

 

Seehofer ließ sich per Videobotschaft entschuldigen, da er „an diesem Donnerstag in Berlin für München kämpfen müsse

Fotos: Heinz Hoffmann

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