Wiesnwirte beten für eine friedliche Wiesn 2016

Georg, Renate und Daniela Heide mit Pater Matthäus, Foto: Heinz Hoffmann

Seit 1986 pilgern die großen Wiesnwirte zu der kleinen Wallfahrtskirche Maria Eich in Planegg, um gemeinsam zu beten und mit dem Entzünden einer Kerze für eine "friedliche Wiesn" zu bitten.

 

Ins Leben gerufen hat diese Tradition der 2011 verstorbene Wiesn-Wirt Willy Heide. Er wollte das Oktoberfest unter den Schutz der Heiligen Maria stellen. Auslöser war das Oktoberfest-Attentat am 26. September 1980 bei dem 13 Wiesn-Besucher ums Leben gekommen waren, als am Haupteingang zum Festgelände eine Bombe explodierte. Nach dem Tod Heides führt sein Sohn Georg mit Frau Renate und Tochter Daniela die Tradition fort.

 

Obwohl die Vorbereitungen für die Wiesn derzeit auf Hochtouren laufen, kamen am Dienstag, 30. August 2016, wieder viele Wirte nach Planegg. Mit dabei: Anneliese Haberl, Wiggerl Hagn mit Frau Christa und Schwiergersohn Michael Spendler, Gastgeber Georg Heide mit Frau Renate und Tochter Daniela, Peter Pongratz mit Frau Arabella, Toni Roiderer mit Frau Christl und Sohn Thomas, Antje Schneider, Christian Schottenhamel, Daniela und Silvia Stadtmüller, Wiesn-Stadtrat Otto Seidl, Ricky Steinberg, Michaela Vollmer und Christian Winklhofer

 

Nach dem Segnen der Kerze durch Augustiner-Pater Matthäus Klein hat Georg Heide mit Frau und Tochter die 80 cm große und 25 kg schwere Kerze angezündet. Gestaltet wurde die Kerze von Kathrin Schuster aus Bad Tölz.

 

Pater Matthäus zitierte Jean Jaures: „Tradition heißt nicht Asche verwahren, sondern eine Flamme am Brennen zu halten“.  Er betonte, dass der Mensch, wie die Kerze, etwas von sich selbst hergeben muss, um „Gemeinsinn und  Solidarität mit den Mitmenschen zu beweisen“.

 

Nach der Fürbitte und dem gemeinsamen Gebet strahlte die Sonne vom weiß-blauen Himmel,  ein gutes Omen für eine friedliche Wiesn.

 

Wiesnwirtin Anneliese Haberl pilgert jedes Jahr auf den 1200 m hohen Riederstein  (Tegernsee), um für eine friedliche Wiesn zu beten. Der Kreuzweg zur Kapelle auf dem Gipfel führt hauptsächlich über Holzstufen. Entlang des Weges stehen 14 Tafeln, die den Leidensweg Christi bis zur Kreuzigung und dem Tod beschreiben.

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