Sanitätsstation des BRK auf der Wiesn

v.li. Jürgen Terstappen, Karl-Heinz Demenat, Josef Schmid, Dr. Frithjof Wagner, Foto: Ingeborg Hoffmann

Trainingscamp auf der Wiesn

„Während der Wiesn kann man unsere Sanitätsstationen mit einem Trainingscamp vergleichen“, so Jürgen Terstappen, Einsatzleiter der Sanitätsstationen des BRK (Bayerisches Rotes Kreuz) bei der heutigen Pressekonferenz auf der Wiesn. Aus dem ganzen Bundesgebiet melden sich ehrenamtliche Rotkreuzhelfer für den Dienst auf der Wiesn. Für einige  ist der Dienst eine ganze neue Erfahrung, bei dem sie viel dazulernen. Die überwiegende Zahl wird jedoch vom BRK-Kreisverband München gestellt.

 

Mit  mehr als  2000 geplanten Einsatzkräften und ca. 170 Ärzteschichten ist das BRK in der  750 qm großen Sanitätsstation für die medizinische Versorgung  der Wiesn-Besucher und Wiesn-Mitarbeiter gut gerüstet. Laut Bürgermeister und Wiesn-Chef Josef Schmid (CSU) gibt es momentan keine konkreten Hinweise auf eine Gefahr, man sei „aber trotzdem auf alles vorbereitet“.

 

Die Ärzte und Helfer der Sanitätsstation behandeln während der zwei Festwochen  rund 7.000 Besucher.  Kreislaufkollaps, Schnittverletzungen und zu viel Alkohol zählen zu den häufigsten Problemen der Wiesn-Besucher.

 

 In Spitzenzeiten, wie z. B. an Samstagen, arbeiten gleichzeitig über 100 ehrenamtliche Rotkreuzhelfer und bis zu 11 Notfallmediziner bzw. Fachärzte auf der Wiesn-Sanitätsstation. Die Einsatzzentrale ist ständig mit 3 Mitarbeitern und einem Supervisor besetzt. Eine direkte Telefonleitung zum KVR und zur Polizei stellt auch bei einem evtl. Zusammenbruch des Mobilfunk-Netzes eine schnelle Kommunikation sicher.

 

Im vergangenen Jahr betreute das Münchner Rote Kreuz an 17 Wiesn-Tagen insgesamt 6.936 Patienten Von diesen bedurften 3.052 Patienten ärztlicher Versorgung. Die Sanitäterteams rückten mit ihren gelben Fahrtragen 1.978 Mal aus. 712 Wiesn-Besucher  mussten von den Rettungsdiensten in die umliegenden Hospitäler transportiert werden. Insgesamt nüchterten 577 Personen unter ärztlicher Aufsicht in der Sanitätsstation aus.

 

Chefarzt Dr. Fithjof Wagner rät allen Besuchern vor dem Wiesn-Besuch genügend zu essen und im Bierzelt in Maßen zu trinken.

 

Das Wiesn-Sanitätszentrum im Servicezentrum hinter der Schottenhamel Festhalle ist für Besucher der erste Anlaufpunkt, wenn es ein gesundheitliches Problem gibt. Bei Notfällen kann man auch die 112 wählen und die Teams rücken dann mit ihren gelben Einsatzwagen, die eine Trage sowie medizinisches Versorgungsmaterial beinhalten, aus. Es gibt noch drei weitere Sanitätsstationen auf dem Oktoberfestgelände, gekennzeichnet mit einem roten Kreuz auf einem weißen Ballon  mit rotem Kreuz, die in ca. 25 Metern schweben und die Sanitätsstationen markieren.

DruckversionDruckversion | Sitemap
© IPA-International Press Agency, Ltd.Co | Kontakt | Impressum