Philipp Lahm erhält Karl Valentin Orden

Christian Ude und Philipp Lahm, Foto: Ingeborg Hoffmann

Seit 1973 verleiht die Münchner Faschingsgesellschaft Narrhalla den Karl Valentin-Orden an eine Persönlichkeit aus Politik, Kunst, Wissenschaft, Literatur oder Sport für die "Humorvollste bzw. hintergründigste Bemerkung im Sinne von Karl Valentin, für eine Rede oder Handlung, für ein Zitat, welches in der Öffentlichkeit publik wurde" .

 

Zu den Preisträgern zählen unter anderen Franz Josef Strauß, Hans Dietrich Genscher, Helmut Kohl, Papst Benedikt XVI., Sportler wie Vitali und Wladimir Klitschko, aber auch Schauspieler wie Iris Berben und Senta Berger.

 

Mit dem Karl Valentin Orden 2018 wurde Fußballweltmeister Philipp Lahm im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung „125 Jahre Narrhalla“ im Deutschen Theater in München am 13. Januar 2018 als 48. Ordensträger ausgezeichnet.

 

Der 34-jährige Philipp Lahm gehörte zu den besten Außenverteidigern der Welt. Er bestritt 517 Spiele für den FC Bayern, 113 Länderspiele, war achtmal Deutscher Meister, sechsmal Pokalsieger, Champions-League-Sieger 2013 und Weltmeister 2014. Am 18. Juli 2014, fünf Tage nach dem Titelgewinn, trat Lahm, zum Bedauern nicht der der Fans, als Nationalspieler zurück. Er hat viele Preise bekommen: Wahl zum Fußballer des Jahres, Ehrenspielführer der National-Mannschaft, Persönlicher Preis des Bayerischen Ministerpräsidenten, Bayerische Verfassungsmedaille, Sports Icon bei der GQ-Gala "Männer des Jahres" und den Bayerischer Stifterpreis in Gold für ehrenamtliches Engagement.

Begründung für die Nominierung: Zum Faschingsauftakt an einem 11.11. in München geboren, ist Philipp Lahm das Ausnahmetalent, Vorbild für Fair Play auf und auch abseits des Fußballplatzes. Trotz seiner großen Erfolge und Auszeichnungen ist er immer sich selbst und seiner bayerischen Heimat treu geblieben. Für ihn beginnt „eine Weltreise in München und endet am Tegernsee“. Sein Zitat, „Die meiste Luft hat der Ball“ (Lahm zu den extrem hohen Temperaturen beim Länderspiel gegen die Vereinigte Arabische Emirate VAE) sei ganz im Sinne von Karl Valentin.

 

Witzig und geistreich Laudator, Alt-Oberbürgermeister Christian Ude : „Keine Zunft hat in närrischen Angelegenheiten größere Kompetenz als die Politik“. Er betont, dass er als „Blauer“ (Fußballverein 1860 München) in Verlegenheit käme, wenn er sich nur auf das fußballerische beschränken müsste. Ude: „Wahr ist es schon, dass ich unter diesen regelmäßigen, immer wiederkehrenden, nie zu vermeidenden Meisterfeiern (des FC Bayern München) auf dem Münchner Rathausbalkon gelitten habe.“ Er lobt Philipp Lahm als Sympathieträger, dem die Herzen entgegenfliegen und der „auf stille Münchnerische Weise weis was er kann und er weis, dass das alle wissen“

 

Lahm bedankt sich bei der Narrhalla für den Orden: „Ich freue mich, dass ich diesen Orden bekommen habe. Es ist für mich als Münchner eine besondere Ehre“. Die Erfahrung was Humor bedeutet habe er von seinem fünften bis zu seinem dreißigsten Lebensjahr gemacht: „Ich muss Ihnen sagen, in einer Fußballmannschaft braucht man sehr sehr viel Humor“.

 

Zum Bedauern aller Gäste hat Philipp Lahm mit seinem Manager Roman Grill sofort nach der Verleihung und der Fotosession das Deutsche Theater verlassen. Die Bitte der anwesenden Journalisten nach einem Interview hat Roman Grill kategorisch abgelehnt.

 

Beim anschließenden Auftritt der „Spider Murphy Gang“ hat der ganze Saal mitgesungen, geklatscht und gerockt. Begeistert waren die Gäste auch von der Narrhalla Jubiläumsshow „Mit dem Narrhalla Karussell durch die Zeit“.

 

Bis in die frühen Morgenstunden wurde im Deutschen Theater gefeiert und getanzt.

 

Fotos: Ingeborg und Heinz Hoffmann

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