Royale Weißwurst für das Faschingsprinzenpaar 2018

Lorenz und Stefan Stiftl

Kaum eine Wurst ist so eng mit München verbunden wie die Weißwurst. Der Legende nach wurde sie mitten im Fasching, am 22. Februar 1857, erfunden, als ein Metzger helles Kalbsbrät in dickere Schweinedärme füllte, da ihm die zarten Schafdärme ausgegangen waren.

 

Das Faschingsprinzenpaar Sebastian I. und Janina I. mögen gerne Weißwurst, am liebsten morgens zum Frühschoppen oder als Mitternachtsimbiss bei den Faschingsveranstaltungen. Allerdings wussten beide nicht so genau, was alles rein muss in die weiße Wurst. Aus diesem Grund haben Wiesnwirt Lorenz Stiftl und sein Sohn Stefan die Hoheiten in ihr Traditionslokal „Zum Spöckmeier“ in der Rosenstraße eingeladen, um in der hauseigenen Metzgerei eine „Royale Weißwurst“ herzustellen.

 

Zunächst bedankte sich das Prinzenpaar bei Stefan Stiftl mit dem Narrhalla-Jubiläumsorden und dem nagelneuen Narrhalla Jubiläumskrug. Dann hieß es „Ab in die Küche“ zu Metzgermeister Andreas. Seit 25 Jahren, davon sieben Jahre beim Spöckmeier, stellt er Weißwürste her. An manchen Tagen bis zu 8000, da seine Würste auch in andere Stiftl-Betriebe geliefert werden.

 

Fleisch, Salz, Zwiebel, frische Petersilie und eine Gewürzmischung, das Geheimnis jeder Weißwurst, werden vermischt, dazu kommt noch Eis, damit des dem Weißwurst-Brät nicht zu heiß wird. Dann ab in den Schweinedarm und jede Wurst „abdrehen“, auf keinen Fall abbinden. Dass dies keine einfache Aufgabe ist, mussten Janina und Sebastian feststellen, sollte doch jede Wurst die gleiche Länge haben. Anschließend wird die Wurst gebrüht und abgekühlt. Für jeden Weißwurst-Fan ist allerdings die „erstgebrühte“ Weißwurst das Nonplusultra und wird nur noch in wenigen Gaststätten angeboten. Die Frage, ob die Weißwurst mit Messer und Gabel gegessen werden soll, oder lieber „gezuzelt“, ist wohl so alt wie die Wurst. Sebastian und Janina benutzen lieber das Besteck. Ex-Prinz Christian Schöttl liebt das Zuzeln: „Ich bin ein alter Zuzler“.

 

Für das Prinzenpaar gab es zum Abschluß eine Urkunde. Sie dürfen sich in Zukunft „Weißwurstprinz“ bzw. „Weißwurstprinzessin“ nennen.

 

Am Rosenmontag gibt es beim Spöckmeier von 9 bis 12 Uhr die kesselfrischen Weißwürste für 1 Euro pro Stück.

 

Fotos: Heinz Hoffmann

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