Eröffnung Augustiner Gaststätte "Das Bad"

Direkt an der Theresienwiese steht Münchens kleinstes Gasthaus „Das Bad“, klein aber fein mit 99 Plätzen im Innenbereich und 120 im Biergarten. Errichtet 1894 von Prinzregent Luitpold, diente das Gebäude den Arbeitern als öffentliches Brause- und Wannenbad. Viele Menschen hatten damals kein Badezimmer und waren auf öffentliche Anstalten angewiesen. Nach dem zweiten Weltkrieg war es auch ein Schaffnerhäuschen für die Trambahn. Bedürfnisanstalt war der achteckige Bau auch schon.

 

Letztes Jahr wurde das denkmalgeschützte Haus von der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung, der 51 Prozent der Augustiner-Brauerei gehören, aufwändig saniert. In der Mitte des Raumes steht eine runde, kupferne Theke, die zur Hälfte als Backstube genutzt wird. Darüber eine imposante, 250 kg schwere, Kupferesse und ein verglastes Kuppeldach. Mit hellen, maßgeschreinerten Möbel in einer ganz eigenen Sitzhöhe und farbigen Akzenten schafft „Das Bad“ den Spagat zwischen Tradition und Moderne. Das Gasthaus trägt die Handschrift von Catherine Demeter, Vorsitzende der Stiftung. Wirt Christian Lehner: „Frau Demeter ist federführend am Bad beteiligt gewesen. Farben, Formen, etc. ist alles von ihr persönlich entschieden worden“.  Das Haus selber habe sie inspiriert, so Demeter. Der Anspruch der Stiftung sei „zu schauen was vorher war und immer den Charakter des Hauses zu bewahren.“ Die Farbe Blau symbolisiere nicht nur die Farbe des Wassers, sondern „ist ja auch die Augustiner-Farbe“.  

Nach dem „soft opening“ im Dezember 2018 hatte Catherine Demeter am 10. April 2019 Gesellschafter, Augustiner-Wirte, Freunde des Hauses und Mitarbeiter zur offiziellen Eröffnung ihres kleinsten Gasthauses eingeladen. Darunter auch Bürgermeister Manuel Pretzl, Polizeipräsident Hubertus Andrä, die Augustiner Geschäftsführer Dr. Martin Leibhard und Werner Mayer sowie Paulaner-Chef Andreas Steinfatt.

 

Catherine Demeter begrüßte die Gäste „um die Errettung und Eröffnung des ehemaligen Badehauses zu feiern“. Dieses schöne Haus sei „die perfekte Atmosphäre um zu zeigen, dass München nicht nur das Oktoberfest hat“. Demeter: „Die Münchner Geselligkeit ist für mich ein Weltkulturerbe“.  Für das Wirte-Ehepaar Katrin und Christian Lehner gab es zu den Glückwünschen einen, mit bunten Quietsche-Bade-Enten dekorierten, XXL Blumenstrauß und einen Bierzapfhahn aus Messing „was ja jeder Augustiner Wirt bekommt“. Ganz besonders bedankte sie sich bei dem Vertreter der Stadt München, Bürgermeister Manuel Pretzl, der in seiner Rede erwähnte, dass das Haus nach der Nutzung als öffentliche Badeanstalt „etwas verkommen“ sei. Pretzl: „Asche auf unser Haupt“. Die Bedenken des Bezirksausschusses wären ausgeräumt. Es werde nach der Wiesn „keine Partymeile  mit After-Wiesn-Show, sondern ein sympatisches Wirtshaus“ so Pretzl.

 

Die Wirte, Katrin und Christian Lehner, die auch das Parkcafé am Alten Botanischen Garten betreiben, leben „ums Eck“ und Christian war oft mit dem Kinderwagen auf der Theresienwiese unterwegs. Dabei habe er „immer eine Möglichkeit zum gemütlichen Einkehren vermisst“. Das Bad war „schon lange“ auf seiner Wunschliste. Mit der “letzten richtigen Münchner Brauerei“ zusammenzuarbeiten habe ihn „schon immer gereizt“. Lehner: „Gelebte Bierkultur mit Geschichte, Tradition und dem einzigartigen Augustiner-Kult ist wirklich ein Erlebnis“. Für Catherine Demeter haben die Beiden „das überzeugendste Konzept gehabt“.

 

Die Gäste genießen in der ehemaligen Badeanstalt nun bayerische Schmankerl, wie Spanferkelrollbraten (11,50 Euro) oder gebackene Milzwurst mit Kartoffelsalat (8,90 Euro). Für Vegetarier gibt es Spinatspatzn (10,50 Euro) oder Rahmschwammerl mit Serviettenknödl (11,50 EuroEuro). Würstelliebhaber finden von der Weißwurst, über die Wollwurst, bis hin zur veganen Bratwurst, diverse Würstel auf der Speisekarte. Schleckermäuler freuen sich über hausgemachte Windbeutel (6,50 Euro) oder täglich frisch hausgemachten Blechkuchen, das Stück für 3,50 Euro. Brot, Brezn und Kuchen backt der eigene Konditor, dem die Gäste auch gerne über die Schulter und auf die Finger schauen dürfen. Dazu ein frisch vom Fass gezapftes Augustiner (0,5 Liter 3,70 Euro). Die Weine kommen aus Franken, der Pfalz, Rheinhessen und Österreich. Schaumweine, Spritz-

Kreationen, diverse Brände und klassische Longdrinks runden das Angebot ab.

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