Segnung für das Museumzelt auf der Oidn Wiesn

v.li. Andreas Krems, Yvonne Heckl, Pater Paul, Andreas Avi

Heute hat Schausteller-Pater Dr. Paul Schäfersküpper das Museumszelt auf der Oidn Wiesn gesegnet. Das Zelt wird heuer neu von der „Historischen Gesellschaft Bayerischer Schausteller e.V.“ betrieben.

 

Frühlingsfest-Chefin Yvonne Heckl, Vorstand der Gesellschaft und Direktorin des Museumszeltes: „Ziel unseres Vereines ist die Bewahrung und Förderung von historischem Kulturgut aller Art des Deutschen Schaustellergewerbes. Im Museumszelt laden wir die Besucher zu einer Reise durch die Vergangenheit der Schaustellerzunft ein. Hier können Zeitzeugen der Schaustellergeschichte in Form von historischen Exponaten, die während des Jahres im Münchner Stadtmuseum verwahrt werden, bewundert werden.“

 

Ein über 100 Jahre alter Schaustellerwagen (Baujahr 1916)  mit Wohn- und Schlafbereich, Küche und  Veranda  zeigt wie Schausteller auf der Reise früher gelebt haben.  Bei der Schießbude von 1905 können die Besucher ihre Treffsicherheit auf den Prüfstand stellen. Das Springpferdekarussell aus dem Jahr 1946 lädt zu einer gemütlichen Runde ein. Eine Oase für Schleckermäuler ist der „Wiener Eispalast“ von 1937.  In der Sonderausstellung „65 Jahre Oktoberfest Plakat“ kann der Besucher die Wiesn-Plakate im Wandel der Zeit bewundern.

 

Der Ausstellungsbereich „Steilwand – im Banne der Motoren“  ist Steilwandfahrerin Käthe Müller (1910 – 1990) gewidmet. Unter ihrem Bühnenamen Steilwand-Kitty begeisterte sie in den 30er- und 40er-Jahren das Publikum als eine der ersten Motorradfahrerinnen in der "Steilwand". Als "Kitty und Pitt" erlangte sie mit ihrem Partner Berühmtheit. 

 

Im Außenbereich des Museumszeltes stehen alte Dampfmaschinen, Bulldogs, Zugmaschinen und Jahrmarktsorgeln aus vergangenen Jahrzehnten. Ein Orgelbauer weiht die Besucher in die Geheimnisse des Orgelbaues ein. Führungen zu den Exponaten des Museumszelts runden das informative Angebot ab.  Die Kabarettistin Karin Engelhard  „bespaßt“ die Besucher mit fränkischem Charme.

 

Das Aktionsprogramm für Kinder in und vor dem Museumszelt, organisiert und durchgeführt von „Lilalu Bildungs- und Ferienprogramme“ der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., richtet sich an ein Familienpublikum und an Schulklassen. Hier können die Kinder basteln, sich an historischen Wiesn-Spielen beteiligen und alte Jahrmarktsattraktionen, wie Seiltanz und Einrad-Fahren, ausprobieren. 

 

Auf der Parade der Schaubude „Urwald-Dämonen“ spielen täglich wechselnde  Musikgruppen traditionelle und neuere bayerische Volksmusik. 

 

Für eine Pause stehen 300 Plätze mit Tischen und Bänken bereit. Auch die Schmankerl erinnern an alte Zeiten, wie das Münchner Zwiebelfleisch (13,60 Euro)  oder der Altbayerische Schweinebraten (14,50 Euro). Die Maß Spaten-Bier aus dem Keferloher, kostet 10,60 Euro, eine Maß Spezi 9,60 Euro, ein halber Liter Tafelwasser 4,60 Euro.

 

Das Museumszelt ist von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, die Teilnahme am Kinderprogramm kostenlos.

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