Präsentation Wiesnkrug 2018

v.li. Peter Inselkammer, Martin Frank, Christian Schottenhamel

Am 30. August wurde im Armbrustschützenzelt vom neuen Wirtesprecher Peter Inselkammer der offizielle Oktoberfest Masskrug 2018 vorgestellt. Wiesn-Chef und Bürgermeister Josef Schmid: „Ich begrüße Sie alle an diesem seit Wochen ersten greislichen Tag.“ Der Oktoberfestkrug sei ein „Erfolgsmodell und ein begehrtes Sammlerstück“.

 

Für Peter Inselkammer war die Präsentation des Kruges in seinem Festzelt „eine Premiere und etwas ungewohnt“. Das Motiv des Oktoberfestkruges 2018 gefalle ihm besonders gut, klassische Wiesnmotive, die wie Wölkchen auf einem knallig blauen Hintergrund schweben. Inselkammer: Ich war derjenige, der aus den 30 Entwürfen gesagt hat, das ist mein Favorit. Er bedankte sich bei Ex-Wirtesprecher Toni Roiderer „für die 16 Jahre Krug Vorstellung in Deinem Hacker-Festzelt“.

 

Dann kam der mit Spannung erwartete Kabarettist, Martin Frank.

 

Sechsundzwanzig Jahre jung, fesch und ein echter Niederbayer. Im Jahre 2017 wurde er mit dem Bayerischen Kabarettpreis ausgezeichnet.  Aufgewachsen ist er auf einem Hutthurmer Bayernhof im Landkreis Passau, war Standesbeamter und Kirchenorganist. Seit Herbst 2015 tourt er mit einem Soloprogramm erfolgreich durch Deutschland und Österreich.

 

Mit acht Jahren sei er zum ersten Mal mit dem Papa auf die Wiesn gefahren und hat „in der S-Bahn eine Massenpanik ausgelöst“, weil sie die Leute mit lautem „Grüß Gott“ begrüßt haben. In Niederbayern sei das ein Gruß, in der S-Bahn wohl die Ankündigung der Fahrkartenkontrolle. Über den Bierpreis wolle er allerdings nicht reden, aber 11,50 Euro sei schon viel: „Mit dem Geld zahlen wir im bayerischen Wald monatlich ein Darlehen ab“. Die Bierpreisbremse von Josef Schmid bezeichnet er als „gewagten Apell in einer Stadt, in der man für eine 25 qm große Wohnung   bis zu 1000 Euro Miete zahlen muss“ In Niederbayern seien 25 qm allerding ein „Windfang“. Den Wiesnwirten gab er den Rat, den Bierpreis bei der Presse besser darzustellen. Frank: „Der gestiegene Bierpreis ist der persönliche Protest aller Wiesnwirte in Richtung Stadt gegen den Mietwahnsinn. Dann ist es nämlich nimmer Wucher, sondern saufen für einen guten Zweck“.

 

Den neuen Wirtesprechern Peter Inselkammer und Christian Schottenhamel empfahl er, mehr PR außerhalb Münchens zu machen: „Wenn einer im bayerischen Wald den Namen Schottenhamel hört, meint er, das ist eine neue Schafrasse aus der Mongolei“.  Es sollten doch Namen mit Wiederkennungswert sein: „The bavarian hopfenboys oder Schottenhamel, Inselkammer des Schreckens“. 

 

Die anwesenden Gäste dankten ihm mit begeistertem Beifall am Ende seiner Rede. Besonders gefallen haben allen die vielen Pointen mit direktem Bezug auf die Wiesn, was bei den Kabarettisten der letzten Jahre nicht immer der Fall war.

 

Der Krug kostet 17 Euro, mit Zinndeckel kostet er 34 Euro. Der handgearbeitete Zinndeckel zeigt in diesem Jahr ein Portrait von Franz Halmanseger, ehemaliger Rekommandeur der Pferdebahn im Hippodrom auf der Wiesn.

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