Wiesnwirte beten für eine friedliche Wiesn

Seit über 30 Jahren pilgern die großen Wiesnwirte zu der kleinen Wallfahrtskirche Maria Eich in Planegg, um gemeinsam zu beten und mit dem Entzünden einer Kerze für eine "friedliche Wiesn" zu bitten. Ins Leben gerufen hat diese Tradition der 2011 verstorbene Wiesn-Wirt Willy Heide. Er wollte das Oktoberfest unter den Schutz der Heiligen Maria stellen. 

 

Auslöser war das Oktoberfest-Attentat am 26. September 1980 bei dem 13 Wiesn-Besucher ums Leben gekommen waren, als am Haupteingang zum Festgelände eine Bombe explodierte. Nach dem Tod Heides führt sein Sohn Georg mit Frau Renate und Tochter Daniela die Tradition fort.

 

Obwohl die Vorbereitungen für die Wiesn derzeit auf Hochtouren laufen, kamen heute wieder viele Wirte nach Planegg. 

 

Augustiner-Pater Matthäus Klein betonte in seiner Ansprache, dass es  gerade in diesen Zeiten wichtig sei, ein Zeichen des Friedens zu setzen. Willy Heide sei es eine Herzensangelegenheit gewesen, jedes Jahr aufs Neue für eine friedliche Wiesn zu beten und in Maria Eich eine Kerze zu stiften. Klein: „Im Gegensatz zu 2017 gab es heuer im Vorfeld keine große Aufregung über die Wiesn“. Dass man den Sanitätsdienst nach 130 Jahren aus bewährten Händen in neue gelegt habe, könne er allerdings nicht so nachvollziehen.

 

Anschließend hat Pater Klein die Kerze gesegnet und Georg, Renate und Daniela Heide haben die 80 cm große und 25 kg schwere Kerze gemeinsam angezündet. Die drei Dochte könne man mit der Dreifaltigkeit oder mit der Familie Heide erklären, so der Pater. Für ihn seien die drei Dochte aber die sinnvolle Bedeutung, dass bei einem Fest keiner allein bleiben soll.

 

Nach der Fürbitte und dem gemeinsamen Gebet strahlte die Sonne vom weiß-blauen Himmel, ein gutes Omen für eine friedliche Wiesn.

Fotos: Heinz Hoffmann

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